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Was uns gut und schlecht macht: Der menschliche Makel

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Poetrie

Vorsätze fürs neue Jahr – Zum Scheitern verurteilt?

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An sich habe ich nichts gegen diese Neujahrsvorsätze. Ich finde, dass es eigentlich eine schöne Idee ist: Das neue Jahr endet und damit soll auch eine unserer unerwünschten Verhaltensweisen enden oder etwas Neues beginnen. Das Problem ist nur, dass viele Leute sich einen „Neujahrsvorsatz“ einfach so setzen, ohne groß darüber nachzudenken oder bereit zu sein. Ich kann mir viele Dinge vornehmen, ob ich sie wirklich durchziehe oder sie durchziehen will, ist die andere Sache. Das ist dann einfach nur frustrierend, wenn ich nach einem Monat schon wieder mein Ziel aufgebe. Deswegen hier ein paar Tipps, wie das Erreichen der Ziele besser funktioniert:

Hierbei ist weniger ganz klar mehr: Lieber nur ein Ziel gesetzt und dieses erreicht, als zehn, die ich mit der Zeit vergesse. Es ist wichtig, dass wir uns auf eine Sache konzentrieren. Das macht es leichter.

Und hierbei ist es auch ganz wichtig sich realistische Ziele zu setzen. Es geht um ein Ziel, dass du dir selbst setzt. Da musst du niemanden beeindrucken oder etwas beweisen. Setz dir ein Ziel, mit dem du dich wohlfühlst. Da macht das Erfüllen auch einfacher.

Und zu guter letzt die Frage: Will ich dieses Verhalten wirklich ablegen, oder will ich mich wirklich an das Neue heranwagen? Ich gebe zum Beispiel zu, dass ich aus Nervosität manchmal Fingernägel kaue… Aber ich habe mir dieses Jahr nicht zum Ziel gemacht dieses Verhalten abzulegen, denn ich weiß, dass ich das vorerst nicht schaffe. So viele Dinge kommen dieses Jahr auf mich zu, die mich nervös machen, dass ich es nicht schaffen werde, es abzulegen. Das ist einfach nur realistisch und deswegen lasse ich es lieber gleich. Denn frustrieren soll uns ein Ziel ja nicht.

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Erfolg mit euren Vorsätzen, falls ihr welche habt und ein erfolgreiches Jahr!

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Frankfurter Buchmesse, Fazit: Awesome!

Wie schon oben steht, war die Frankfurter Buchmesse dieses Jahr ein tolles Erlebnis. Ich hatte auch relativ volles Programm:

Am Freitag war ich zu einem Marketingevent von Apple eingelawhatsapp-image-2016-10-24-at-09-16-51den, wo ich einige Tipps & Tricks  zum Thema Online-Marketing sammeln konnte. Es war sehr informativ und spannend. Vor allem, weil ich die Leiter der Ibook-Stores persönlich treffen konnte. Sie waren mit sehr sympathisch, wie auch die anderen Autoren.

 

 

Am Samstag habe ich mich selbst mit tollen, spannenden Büchern versorgt und sogar Signaturen abgestaubt. Dazu gab es ein tolles Bild mit Nina Mackay und Marlena Anders! Es ist toll Autoren zu treffen, die man bewundert und sogar kurz ein Gespräch mit ihnen zu führen. Sehr inspirierend!

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Es war nur leider verdammt eng und man musste viel Zeit einplanen, um von einem Fleck zum anderen zu kommen. Deswegen wäre ich auch beinahe zu spät zu den „Herzenstagen“ gekommen. Das hat aber alles noch funktioniert und so konnte ich einige Autoren meines Verlages Forevers endlich persönlich treffen und später mit ein paar Fans ins Gespräch kommen.

fotooooEin besonderes Highlight hierbei: Ich habe von einem Fan eine selbstgebastelte Karte zu meinem Roman „Chaostheorie der Liebe“ bekommen. Das hat mich sehr gerührt. Danke dafür!

Bei meiner Fotoaktion von Forever mit Marlena Anders, Nina Mackay und Raywen White war ich etwas aufgeregt und hätte beinahe vergessen, wie man das Wort „Kreativität“ schreibt. Mit einmal kurz durchatmen ist mir diese Aufgabe dann aber geglückt. Gott sei Dank! 🙂 Es war auch ein verrücktes Gefühl das eigene Cover auf der Wand des Standes zu sehen und dann auch noch Buttons dazu auf den Goodie-Tüten! Der Samstag war am ereignisreichsten, weswegen leider nicht mehr so viel Zeit für Gespräche blieb.

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Zum Glück konnte ich das am Sonntag nachholen. Dort hatte ich ein langes Gespräch mit der Autorin Nicole Gozdek, die ich für ihre individuellen Ideen sehr bewundere und auch mit der Bloggerin Klaudia von https://herzdeinbuch.wordpress.com/. Ein toller Blog, bei dem ihr auch mal vorbeischauen solltet.

Fazit: Die Messe war klasse und ich hoffe, ich schaffe es auch bei der nächsten dabei zu sein.

Ganz liebe Grüße an euch alle ❤

1 Jahr WordPress: Gedanken, Gefühle…

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Liebe Leser und Leserinnen,

ich kann gar nicht fassen, dass ich jetzt schon seit einem Jahr diesen Blog besitze. Es tut mir leid, dass ich in letzter Zeit abwesend war, aber es hat sich viel in meinem Leben getan: Der erste Uniabschluss, die erste, richtige Arbeit, meine Schreibprojekte und vieles mehr. Ich will euch danken, wenn ihr bisher immer mal in meine kleine Welt reingeschaut habt, oder sogar eines meiner Bücher gelesen habt. Das bedeutet mir sehr viel, vor allen Dingen, wenn es euch gefallen hat. 🙂

Für das ’nächste Jahr‘ steht wieder eine Menge an. Die Frankfurter Buchmesse, der zweite Teil von Chaostheorie und jetzt auch noch die neue Arbeitsstelle. Auch davon werde ich euch noch berichten, weil ich momentan als psychologische Beraterin für Flüchtlinge arbeite. Eine wertvolle, interessante, aber manchmal auch anstrengende Arbeit. In diesem Sinne, gelobe ich Besserung auf dem Blog: Ich werde versuchen mich häufiger zu melden. Danke erst einmal dafür, dass ihr mir treu geblieben seid und auf ein weiteres Jahr mit euch, dem ich gespannt und fröhlich entgegenblicke.

Ganz liebe Grüße & bis bald

 

Mein Wunsch für Deutschland, Europa und die ganze Welt

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Ich wollte mich zu den ganzen, schrecklichen Ereignissen eigentlich nicht äußern. Politik ist nicht meine Stärke. Ganz abgesehen davon passen meine Worte und Gedanken nicht in einen Tweet, der 140 Zeichen lang sein darf. Sie passen auch nicht in einen Facebookpost, weil dazu tausende Fragen in meinem Kopf herumschwirren und das würde dann sowieso niemand lesen.

Trotzdem will ich zu den schrecklichen Ereignissen in der letzten Woche nicht schweigen und zumindest auf meinem Blog etwas darüber schreiben. Viele haben sich getraut ihre Meinung zu äußern, warum sollte ich es dann nicht tun?

Ich verliere den Überblick über alles: Das Attentat in Paris, der Axtangriff in Würzburg, der Nizza-Anschlag, der Amoklauf in München, der Anschlag in Ansbach und heute eine Geiselnahme in der Normandie… Und in Zukunft wird diese Liste länger werden…

All das macht Angst und wirft in uns allen Fragen auf.

Ist diese Welt vollkommen verrückt geworden?

Warum tun diese Menschen das?

Wie geht es weiter?

Ich habe darauf auch keine konkreten Antworten, aber ich bin es leid immer nur Beschuldigungen gegenüber unserer Regierung oder sonst wem zu lesen. Es war nicht richtig so viele fremde Personen ohne vernünftige Kontrollen einreisen zu lassen. Das zeigt sich jetzt. Ja, da muss sich etwas ändern, aber… es war eine Ausnahmesituation und Europa hat sich hilfsbereit gezeigt. Obwohl mir die letzten Ereignisse eine Gänsehaut über den Rücken jagen, können wir stolz darauf sein. Leider gibt es Menschen und Vereinigungen wie den IS, die gerade so etwas ausnutzen. Das ist unheimlich traurig und macht mich wütend aber ändert nichts an dieser Tatsache.

Alleine die Personen, die diese Anschläge verüben, trifft die Schuld. Niemanden sonst. Weder Angela Merkel, noch François Hollande oder sonst wer hatte Absicht andere Menschen zu töten oder verletzen.

Ich weiß, dass Angst ein Grundgefühl ist, dass uns vor bedrohlichen Situationen schützen soll, aber auch das gibt uns kein Recht alle Flüchtlinge zu verurteilen. Mir wird schlecht, wenn ich daran denke, dass es Menschen gibt, die die Lage ausgenutzt haben, um Töten zu können, aber… das trifft ganz gewiss nicht auf alle Flüchtlinge zu. Was bringt es uns die Menschen, die schon bereits aus ihrem Land geflüchtet sind, nun noch weiter zu verurteilen? Es treibt einen weiteren Keil zwischen uns. Zwischen uns alle Und ist es nicht das, was die Terroristen wollen? Uns ängstigen, lähmen und auseinandertreiben?

Ich alleine kann nicht viel gegen all das tun, aber ich wünsche mir, dass wir mit gegenseitigen Beschuldigungen aufhören, denn das hilft einfach niemandem. Weder uns, noch den verstorbenen Menschen. Ich wünsche mir, dass wir uns ernsthaft verbünden und gemeinsam gegen all das vorgehen. Es liegt in unserer Hand. Wir werden nicht jedes Übel verhindern können, aber gemeinsam haben wir bessere Chancen. Das ist mein Wunsch: Für Deutschland, Für Europa und die ganze Welt.

 

 

Gastbeitrag für den Ullstein-Blog! <3

Ich durfte einen Gastbeitrag für den offiziellen Blog von Ullstein schreiben!!! Bin also ein bisschen stolz. Wer mal in „ein grüner Fleck in Köln“ reinlesen will, schaut Hier 🙂

Ein Bericht im Aggertaler über mich! :)

Eine Kollegin meiner Mutter hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es einen Artikel über mich im Aggertaler gibt! Das hat mich total gefreut und weil ich den Artikel sehr schön finde, will ich ihn mit euch teilen. ❤

Den Aggertaler gibt es als Printausgabe und Online. Wer sich die ganze Zeitschrift mal anschauen will, klickt auf den Link:

http://www.der-medienverlag.de/archiv/archiv_16.html

Caros zweites buch aggertal

Kurzes Review zu „Chaostheorie der Liebe“

Chaostheorie-Cover

Da heute mein neuer Roman „Chaostheorie der Liebe“ erscheint, gebe ich euch einen kleinen Einblick in meine Gedanken zu diesem Buch:

Neben der Liebe, die uns immer wieder fasziniert, ist es hier so, dass Gegensätze sich nicht anziehen, sondern im ersten Augenblick abstoßen. So ist weder Gabriel, noch Alina von der ersten Begegnung begeistert: Er belächelt sie und ihren Willen aus allem das Beste zu machen, während sie ihn für einen ‚arroganten Kerl mit Designerjacke‘ hält, der sich nur über alles beschwert. Erst, als auch Gabriel zeigt, dass er eine andere Seite hat und sich die Beiden vielleicht gar nicht so unähnlich sind, funkt es. Und das war mir besonders wichtig. Wenn wir jemanden kennen, oder mögen, müssen wir zumindest ein paar Ähnlichkeiten an ihm entdecken, oder uns verbunden fühlen. Mir würden sicher ein paar Menschen widersprechen, aber ich meine damit nicht einfach Hobbies oder Ähnliches. Ich meine ein gewisses Werteverständnis, das stimmen muss, damit eine Freundschaft, oder Liebe bestand haben kann. Wie Gabriel das allerdings unter Beweis stellt, dass  er nicht so oberflächlich ist, wie er tut, verrate ich noch nicht.

Ein weiterer, wichtiger Punkt ist das Chaos: Obwohl Gabriel und Alina aus so unterschiedlichen Verhältnissen stammen, sind sie beide etwas chaotisch. Gabriel verliert sich allerdings darin bis Alina und seine Erlebnisse ihn zum Nachdenken bewegen. Alina dagegen strebt nach Ordnung, doch zieht trotz alledem das Chaos immer wieder an. Und hier die Frage: Kann die Liebe zwischen zwei Chaoten funktionieren?

Der letzte, wichtige Punkt zu „Chaostheorie der Liebe“ ist für mich ist noch einmal auf das Thema Drogen in dem Buch zu sprechen zu kommen: Gabriel hat am Anfang des Buches einen riskanten Kokainkonsum und mit Sicherheit ein Problem, aber er ist noch nicht abhängig. Es gibt eine gefährliche Grenze zwischen riskantem Konsum und einer Abhängigkeitserkrankung. Ich wollte mit dem Buch Drogensucht garantiert nicht glorifizieren. Er ist an einem Punkt, an dem er sich entscheiden muss: Entweder dafür sein Leben in den Griff zu bekommen, oder alles wegzuwerfen. Denn danach hat er nicht die Chance sich noch einmal zu entscheiden. Anfangs ist er unzufrieden mit seiner Situation, fühlt sich auf gewisse Weise unverstanden und ist vor allem mit sich selbst nicht im Reinen. Und das ist auch häufig das Problem:Drogensucht kommt selten von alleine. Es gibt seine Gründe, weshalb sich Menschen in diese flüchten. Dieses Thema ist vielleicht düster, aber wichtig für unsere heutige Gesellschaft, weswegen es kurz angeschnitten wird. Drogenprobleme haben meiner Meinung nach auch keine typische, gesellschaftliche Schicht, in der sie auftreten. Das Risiko ist für jeden da: Egal ob arm, oder reich.

Es gibt viel Philosophie, Drama und Gefühl in dem Buch, weil auch ich eher ein nachdenklicher Mensch bin. Wenn mein Buch euch gefällt, oder sogar zum Nachdenken angeregt hat, freue ich mich natürlich noch mehr. Vor allen Dingen eure Meinung interessiert mich. Falls euch der Text angesprochen hat, jetzt gibt es die Chance das Buch für 99 Cent dank einer Verlagsaktion bei Amazon oder über Ullstein Forever etc. zu kaufen 😉

Viele Grüße und ein tolles Wochenende euch allen!

 

Autorenkommentar #2: Louis & Psycra

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Und hier kommt auch schon das nächste Autorenkommentar zu „Gegen das Zwielicht“. Dieses Mal zu Louis & Psycra:

-Louis

Louis ist wohl der geheimnisvollste Charakter in dem ganzen Buch. Daher ist es schwierig ihn einzuschätzen. Er wohnt abseits der Zivilisation und hinter dem düsteren Wald, den die meisten Menschen meiden. Louis‘ Eltern waren genau wie er Waffenexperten, doch starben in einem Feuer, was Louis mit seinen eigenen Augen ansehen musste. Das hat natürlich Spuren in ihm hinterlassen und seitdem hat er das Gefühl, dass Feuer würde mit ihm sprechen. Hierbei ist es schwierig festzustellen, ob die Stimme, die Louis in dem Feuer hört nur eine Wahnvorstellung ist, oder ob mehr dahintersteckt. Schließlich findet er durch eine Vision, in der er ein Mädchen in den dem Flammen sieht, Psycra und rettet sie vor den Wilden, weil er sie für die Gefährtin hält, die ihm das Feuer versprach. Ob das nun wirklich der Fall ist, wird nicht ganz klar, aber Psycra fügt sich Louis‘ Vorstellung, weil sie ihrer Meinung nach keine andere Wahl hat und Louis zumindest für sie sorgen möchte. Ob Louis also nun verrückt ist, oder wirklich eine spirituelle Bindung zu dem Feuer hat, bleibt dem Leser überlassen.

Psycra bedeutet Louis viel, weil er denkt, dass sie beide füreinander bestimmt sind. Schließlich hat Psycra genau wie er Brandwunden am Körper, was er für ein Zeichen von dem Feuergott ‚Esch‘ hält. Deswegen bildet er sie im Kampf aus und will sie zu einer Kämpferin machen. Einige Male stößt er dabei bei ihr aber auf Widerstände und Zweifel, was ihn enttäuscht. Louis wahrt ansonsten zu allem und jedem ein gewisses Maß an Distanz, weil er sich niemandem außer dem Feuer verpflichten möchte und meint, dass aus zu viel Gedanken um Andere nur Ärger entsteht. Das ist auch der Grund dafür, dass nur Psycra in seinem Leben eine Rolle spielt.

-Psycra

Psycra ist in den freien Dörfern aufgewachsen, weswegen sie eigentlich immer an Frieden und Harmonie geglaubt hat. Die freien Dörfer sind ein Zusammenschluss von Menschen, die nach dem 3. Weltkrieg jegliche Art von Gewalt ablehnen. So werden sie oft von den Wilden, denen jegliche Vorstellung von Moral fehlt, ausgeraubt. In einer Nacht stecken die Wilden Psycras Dorf in Brand, weswegen sie gezwungen ist, verletzt zu fliehen. Eigentlich hat sie ab diesem Zeitpunkt aber schon mit ihrem Leben abgeschlossen. Sie wird ohnmächtig und erwacht erst wieder, nachdem sie Louis verarztet hat. Sie fürchtet sich im ersten Augenblick, aber bemerkt schnell, dass ihr der Andere nichts Böses will. Psycra ist sich sicher, dass die Wilden ihre Familie umgebracht haben, weswegen sie keine Zukunft mehr für sich sieht und bei Louis bleibt. Sie lässt sich auf das Kampftraining mit ihm ein und nimmt auch seine Pistole „Phönix„, die er extra für sie angefertigt hat, an.

Trotzdem plagen sie öfters Zweifel und sie ist sich nicht sicher, ob sie wirklich die Kriegerin sein kann, die Louis in ihr sieht. Besonders die Begegnung mit Klara van Cleve, deren Familie im Laufe der Geschichte in Gefahr gerät, wirft sie immer wieder in ihrer Charakterentwicklung zurück und erinnert sie daran, wie schwach und hilflos, sie sich bei dem Überfall der Wilden gefühlt hat. Wie sehr sie unter den Wilden zu leiden hatte, zeigt auch, dass sie noch immer Alpträume von deren Anführer plagen. Trotzdem ist bereits schon vorher klar, dass Psycra Louis vertraut und mit ihrem alten Leben abgeschlossen hat. Das zeigt sich deutlich in dem Gespräch mit ihrem Vater, in dem sie sogar ihr Schusswaffe „Phönix“ auf ihn richtet. Klara scheint sie letztlich nur an ihr altes Ich zu erinnern und bringt sie dazu ihren derzeitigen Weg zu hinterfragen. Trotzdem ist auch schon dort abzusehen, dass Psycra sich nicht von Louis lösen kann, weil sie festgestellt hat, dass er ’nicht ihre neue Familie ist, sondern alles, was sie noch hat‘ und zumindest Louis in dieser düsteren Welt auf sie Rücksicht nimmt.

Autorenkommentar: Die van Cleves

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Nach der Leipziger Buchmesse, habe ich mir überlegt, dass ich einige kurze Charakterisierungen zu den Hauptcharakteren schreibe, weil „Gegen das Zwielicht“ anscheinend eine Menge Diskussionsstoff liefert 😉

-Ascher van Cleve

Regentensohn Ascher erscheint am Anfang der Geschichte sehr oberflächlich und würde wohl in unserer heutigen Welt nie in eine Machtposition geraten. Aber gerade das sollte sein Charakter verdeutlichen. In der strengen Klassengesellschaft, in der Gegen das Zwielicht spielt, gerät schnell die falsche Person an die Macht. Da Ascher weiß, dass er das Amt seines Vaters übernehmen wird, steckt er auch nicht sonderlich viel Mühe in Schularbeiten, oder dergleichen. Sein Lebensmotto lautet also erst einmal mehr: Sex, Drugs & Rock’N’Roll. Dazu lässt sich aber sagen, dass Ascher nur teilweise etwas für sein verantwortungsloses Verhalten kann: Als Regentensohn ist er gewohnt zu bekommen, was er möchte. Ihm wird eine gewisse Arroganz quasi anerzogen. Er hält sich automatisch für etwas Besseres, was er andere auch deutlich spüren lässt. Ein wenig Verantwortungsbewusstsein hat er seiner jüngeren Halbschwester Blaire gegenüber, was ihn aber nicht daran hindert, sie trotz ihres jungen Alters, mal in einen Club mitzunehmen.

Seine Halbschwester Klara und er sind von Grund auf verschieden, weswegen sie immer wieder aneinandergeraten und eine Art Konkurrenzkampf zwischen den Beiden herrscht. Klara ist im Gegensatz zu Ascher äußerst pflichtbewusst und hält ihm das auch mehrere Male vor. Ascher hingegen beleidigt Klara einige Male aufgrund ihres Verhältnisses zu Sichem, ihrem Leibwächter. Trotz alldem möchte Ascher die Aufgabe als Regent später gewissenhaft ausführen, weswegen er sich gegen eine Zweckehe nicht weitersträubt. Als er das Regentenamt dann ergreift, bemerkt er aber, erst wie Ernst die Lage mittlerweile ist. Ascher muss in der Rolle als Regent  noch einiges nachholen und findet sich (teilweise zu Recht) in einer misslichen Lage wieder.

-Blaire van Cleve

Als Nesthäkchen der van Cleves hat es Blaire nicht einfach. Sie ist weder so selbstbewusst wie Ascher, noch so gewissenhaft und intelligent wie Klara. Sie bewundert ihre beiden, älteren Geschwister und versucht bei Streit immer zu vermitteln, was ihr aber nur teilweise gelingt. Sie ist ein wenig naiv und zu gutgläubig für die düstere Welt, in der sie lebt. Blaire weiß nie so ganz, wo sie ihr Weg hinführt und lässt sich eher treiben. Sie ist auch bereit sich eher in das traditionelle Bild einer Frau zu fügen, weil sie später als ältere Frau ’nicht alleine sein möchte.‘ Blaire steht oft im Schatten ihrer beiden Geschwister, aber beschwert sich deswegen nie. Sie ist ganz froh darüber nicht im Rampenlicht zu stehen, weil sie ein sehr unsicherer Charakter ist. Da sie selbst nie eine genaue Vorstellung von ihrem Leben hatte, rebelliert sie nicht wie Klara nach dem Tod ihres Vaters, sondern fügt sich eher in ihr Schicksal, weil sie bemerkt, dass es von ihr erwartet wird und sie nicht so widerstandsfähig ist wie Klara.

 

-Klara van Cleve

Klara bildet als gewissenhafte Person den kompletten Gegenpart zu Ascher. Sie wäre eine würdigere Nachfolgerin als ihr Halbbruder, aber dadurch, dass Frauen in dieser Welt eher wieder eine traditionelle Rollenverteilung zugeschrieben wird, bleibt ihr der Zugang zu dem Regentenamt verwehrt. Klara hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Das ist auch der Grund, weshalb sie für Sichem, der später ihr Leibwächter wird, einsteht und ihn so vor der Todesstrafe rettet. Sie ist eine idealistische Person und hat einen sehr starken Willen. Wenn es nach Klara ginge, würden in dem eisigen System der Bezirke viele Reformen durchgeführt werden. Unter der Leitung ihres Vaters bleiben diese aber aus.

Klara will Karriere machen und etwas Gutes vollbringen, da sie sich auch Gedanken zu der Unterschicht des Systems macht. Nach dem Tod ihres Vaters sieht sie aber all íhre Pläne und Vorstellungen gefährdet und ergreift nur zu gerne die Fluchtmöglichkeit, die sich ihr durch ein Gespräch mit Sichem bietet. Sie ist eigensinnig, doch erkennt ab einem gewissen Punkt der Tragödie, dass sie machtlos ist und fügt sich letztlich doch in ihr Schicksal, obwohl sie vorher eher eine Kämpferin war.

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