Suche

makeldermenschheit

Was uns gut und schlecht macht: Der menschliche Makel

Kategorie

liebe

Vorsätze fürs neue Jahr – Zum Scheitern verurteilt?

target-1513758_1920

An sich habe ich nichts gegen diese Neujahrsvorsätze. Ich finde, dass es eigentlich eine schöne Idee ist: Das neue Jahr endet und damit soll auch eine unserer unerwünschten Verhaltensweisen enden oder etwas Neues beginnen. Das Problem ist nur, dass viele Leute sich einen „Neujahrsvorsatz“ einfach so setzen, ohne groß darüber nachzudenken oder bereit zu sein. Ich kann mir viele Dinge vornehmen, ob ich sie wirklich durchziehe oder sie durchziehen will, ist die andere Sache. Das ist dann einfach nur frustrierend, wenn ich nach einem Monat schon wieder mein Ziel aufgebe. Deswegen hier ein paar Tipps, wie das Erreichen der Ziele besser funktioniert:

Hierbei ist weniger ganz klar mehr: Lieber nur ein Ziel gesetzt und dieses erreicht, als zehn, die ich mit der Zeit vergesse. Es ist wichtig, dass wir uns auf eine Sache konzentrieren. Das macht es leichter.

Und hierbei ist es auch ganz wichtig sich realistische Ziele zu setzen. Es geht um ein Ziel, dass du dir selbst setzt. Da musst du niemanden beeindrucken oder etwas beweisen. Setz dir ein Ziel, mit dem du dich wohlfühlst. Da macht das Erfüllen auch einfacher.

Und zu guter letzt die Frage: Will ich dieses Verhalten wirklich ablegen, oder will ich mich wirklich an das Neue heranwagen? Ich gebe zum Beispiel zu, dass ich aus Nervosität manchmal Fingernägel kaue… Aber ich habe mir dieses Jahr nicht zum Ziel gemacht dieses Verhalten abzulegen, denn ich weiß, dass ich das vorerst nicht schaffe. So viele Dinge kommen dieses Jahr auf mich zu, die mich nervös machen, dass ich es nicht schaffen werde, es abzulegen. Das ist einfach nur realistisch und deswegen lasse ich es lieber gleich. Denn frustrieren soll uns ein Ziel ja nicht.

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Erfolg mit euren Vorsätzen, falls ihr welche habt und ein erfolgreiches Jahr!

Advertisements

Die kleine Weihnachtsmomente

weihnachten

Ab einem gewissen Alter ist man natürlich nicht mehr in der gleichen Weihnachtsstimmung, in der man als Kind war. Das ist auch ziemlich normal, denn umso älter man wird, umso mehr Sachen hat man im Kopf. So wird Weihnachten irgendwann mehr zum Stressfaktor: Hetzen von der einen Weihnachtsfete zu der anderen, Geschenke besorgen, sich um das Weihnachtsessen kümmern

Trotzdem möchte ich diese Zeit im Jahr wirklich nicht missen, denn sie lässt uns näher zusammen zu rücken. Bei manchen Menschen ist es vielleicht geheuchelt, aber ich glaube, dass es bei vielen von uns etwas bewegt. Und dabei sind es oft nicht die großen Momente, wie das tolle Festessen oder einmal im Jahr in die Kirche zu gehen. Nein, ich glaube daran, dass es auch bei Weihnachten die kleinen Dinge sind, die zählen: Wie zum Beispiel das gemeinsame Schmücken des Weihnachtsbaumes, Plätzchen backen und das Leuchten in den Augen der beschenkten Person. Neben Arbeit und Studium ist es nicht leicht so etwas wahrzunehmen, aber das sind die kleinen, schönen Momente, die wirklich in Erinnerung bleiben und Bedeutung haben.

Deswegen wünsche ich euch allen trotz Arbeits-, Vorbereitungs-, oder Studiumstress, ein frohes Weihnachten und dass ihr die Weihnachtszeit genießen könnt.

~~News: Leben & Schreiben~~

Nach den letzten sehr nachdenklichen Beiträgen dieses Mal ein paar News zu mir, meinem Leben und dem Hobby das Schreiben.

typewriter-801921_1920

Diese Woche bin ich in Frankfurt auf der Buchmesse. Ich gehe auf eine Marketingfortbildung, treffe einige Leser, aber auch viele Autoren, die ich selbst bewundere. Es wird eine tolle und aufregende Woche. Ich lade hier auch bestimmt noch ein paar Eindrücke davon hoch 🙂

Am Samstag ist dann die tolle Fotoaktion von Forever. Ich bin deswegen auch schon ein bisschen aufgeregt ❤ Wer vielleicht Lust hat vorbeizuschauen, kann sich die Veranstaltung bei Facebook mal genauer anschauen:

https://www.facebook.com/events/186056791818651/

Ansonsten freue ich mich auf die Veröffentlichung des zweiten Teils von Chaostheorie der Liebe.

Ich verspreche euch als Autor, dass es weiter spannend bleibt bei Gabriel und Alina:

Wer Drama, Liebe, aber auch Entwicklung der Charaktere mag, kommt bei dem Buch bestimmt auf seine Kosten. Ich denke, dass der zweite Teil auch noch ein Stückchen erwachsener ist. Mehr will ich aber nicht vorweg nehmen. Erscheinungstermin ist der 18.11.

Zwei Woche davor könnt ihr das Buch schon für 99 Cent vorbestellen  Das geht auch noch eine Woche später uuuund, wer den ersten Teil noch nicht gelesen hat, kann diesen ebenfalls ab dem 25.11. noch einmal für den reduzierten Preis bestellen. Das sind doch tolle Neuigkeiten für den Morgen!

 

Ich freue mich darauf und wünsche euch ebenfalls eine spannende Woche.

Seid ihr auch auf der Buchmesse? Wenn ja, vielleicht sehen wir uns ja!

Liebe – irrationale Idee?

liebeeee2

Die Liebe ist heutzutage eine schwierige Sache. Vielleicht war sie das auch schon immer, aber momentan habe ich das Gefühl, dass einige von uns sich in einer irrationaler Idee verirren.

Wir haben die Vorstellung von unserem Partner: Er/Sie muss perfekt sein, zu uns passen und uns mit jedem unser kleinen Fehler akzeptieren. Bestenfalls verzeiht er oder sie uns sogar jeden Fehltritt. DENN unsere eigene Ziele und Wünsche sind wichtig. Das muss unser Partner verkraften können. Und da wird schnell vergessen, dass wir den anderen verletzen.

Das ist meiner Meinung nach keine Liebe. Wenn wir jemanden wirklich lieben, nicht einfach nur „verschossen“ sind, sondern unser ganzes Leben mit ihm/ihr verbringen wollen, bedeutet die Person uns etwas. Dann ist sie WICHTIG und man findet gemeinsam Wege seine Ziele und Wünsche zu erfüllen ohne den Anderen zu verletzen.

Wer ehrlich liebt und den richtigen Partner gefunden hat, kann einfach tun und lassen, was er will. Denn dann ist die andere, besondere Person immer im Hinterkopf und hat höchste Priorität. Wir werden den anderen dann nicht gedankenlos verletzen. Vielleicht ist es die Angst vor dem Alleine-sein, die viele von uns dazu bringt, uns eine Sache nicht einzugestehen:

Wenn ich die Person, von der ich meine, dass sie mir etwas bedeutet, immer wieder verletze, ist das keine Liebe und die andere Person ist mir nicht so wichtig, wie ich es wahrhaben möchte. Die Liebe, die ich für sie empfinde ist eine Illusion.

Ich persönlich glaube, dass man mit dieser Art von Illusion nicht glücklich werden kann und dass Ehrlichkeit, auch wenn sie erst einmal schmerzt, die bessere Variante ist. Denn, wer in der Illusion lebt, ist nicht frei. Es liegt an uns, uns auszuprobieren und vielleicht auch Zeit zu lassen, wenn wir noch nicht bereit sind für eine Beziehung. Das ist alles in Ordnung, solange wir ehrlich zu dem anderen und auch zu uns selbst sind. Ehrlichkeit ist besser als unnötig Leid und Schmerz zu verbreiten.

Und den Menschen, die meinen schon den/die Richtige gefunden zu haben, wünsche ich alles Glück der Welt und keine Angst sich auf den anderen einzulassen.

Unser „neues Gegenüber“- die Flüchtlinge

atomic-bomb-966008_1280

Momentan arbeite ich in einem Jugendwohnheim für Flüchtlinge. Wie ich meinen Job finde? Schön, aber auch anstrengend. Eigentlich denke ich, dass man das über jeden Beruf sagen kann. Jeder hat seine schönen und auch seine Schattenseiten. Stressig ist es bei uns oft, aber die Arbeit gibt mir persönlich sehr viel und regt mich oft zum Nachdenken an.

Bevor ich diesen Job hatte, war es leicht sich von dem Thema „Flüchtlinge“ zu distanzieren, weil wir sonst nicht oft mit ihnen in Kontakt treten. Vielleicht treffen wir mal einen beim Arzt, oder bei der Apotheke, aber das Ganze ist schnell vergessen. Warum auch nicht? Für den Großteil von uns hat es noch keine Relevanz.

Ich gebe zu, dass das auch bei mir der Fall war. Das Thema erschien mir fern und ich fühlte mich nicht wirklich involviert. Es gab eben nur „die Flüchtlinge“, aber ich hatte nie ein Gesicht oder eine Geschichte dazu. All das hat sich nun mit meiner Arbeit geändert. Es gibt jetzt nicht nur „die Flüchtlinge“. Es gibt nun echte Personen, die einen Namen, eine eigene Persönlichkeit und ihre eigene Geschichte haben.

Ich erkenne, dass sich unsere Kulturen unterscheiden, was zu Konflikten führen kann, aber dass sich viele von ihnen genau wie wir Gedanken über ihre Zukunft machen. Trotzdem wird die Integration nicht von heute auf Morgen gelingen. Das braucht Zeit, Geduld, aber auch viele, kleine Schritte. Gerade das lerne ich nun und wenn ich bemerke, dass schon einige etwas davon beherzigen und auf dem richtigen Weg sind, ist das ein großer Erfolg. Für mich ist das eine sehr wichtige Erfahrung, weil es nicht nur in diesem Bereich, sondern im ganzen Leben so ist, dass nicht alles auf Anhieb funktionieren kann und sich Personen stark unterscheiden. Und gerade deswegen müssen wir immer wieder einen neuen Weg finden mit unserem Gegenüber umzugehen. Das ist überall so, aber vor allen Dingen bei der Arbeit mit Flüchtlingen.

Wenn ihr mehr über meine Arbeit dort erfahren wollt, verfasse ich auch gerne wieder einen Beitrag dazu 🙂

1 Jahr WordPress: Gedanken, Gefühle…

portrait-787522_640

Liebe Leser und Leserinnen,

ich kann gar nicht fassen, dass ich jetzt schon seit einem Jahr diesen Blog besitze. Es tut mir leid, dass ich in letzter Zeit abwesend war, aber es hat sich viel in meinem Leben getan: Der erste Uniabschluss, die erste, richtige Arbeit, meine Schreibprojekte und vieles mehr. Ich will euch danken, wenn ihr bisher immer mal in meine kleine Welt reingeschaut habt, oder sogar eines meiner Bücher gelesen habt. Das bedeutet mir sehr viel, vor allen Dingen, wenn es euch gefallen hat. 🙂

Für das ’nächste Jahr‘ steht wieder eine Menge an. Die Frankfurter Buchmesse, der zweite Teil von Chaostheorie und jetzt auch noch die neue Arbeitsstelle. Auch davon werde ich euch noch berichten, weil ich momentan als psychologische Beraterin für Flüchtlinge arbeite. Eine wertvolle, interessante, aber manchmal auch anstrengende Arbeit. In diesem Sinne, gelobe ich Besserung auf dem Blog: Ich werde versuchen mich häufiger zu melden. Danke erst einmal dafür, dass ihr mir treu geblieben seid und auf ein weiteres Jahr mit euch, dem ich gespannt und fröhlich entgegenblicke.

Ganz liebe Grüße & bis bald

 

Mein Wunsch für Deutschland, Europa und die ganze Welt

earth

Ich wollte mich zu den ganzen, schrecklichen Ereignissen eigentlich nicht äußern. Politik ist nicht meine Stärke. Ganz abgesehen davon passen meine Worte und Gedanken nicht in einen Tweet, der 140 Zeichen lang sein darf. Sie passen auch nicht in einen Facebookpost, weil dazu tausende Fragen in meinem Kopf herumschwirren und das würde dann sowieso niemand lesen.

Trotzdem will ich zu den schrecklichen Ereignissen in der letzten Woche nicht schweigen und zumindest auf meinem Blog etwas darüber schreiben. Viele haben sich getraut ihre Meinung zu äußern, warum sollte ich es dann nicht tun?

Ich verliere den Überblick über alles: Das Attentat in Paris, der Axtangriff in Würzburg, der Nizza-Anschlag, der Amoklauf in München, der Anschlag in Ansbach und heute eine Geiselnahme in der Normandie… Und in Zukunft wird diese Liste länger werden…

All das macht Angst und wirft in uns allen Fragen auf.

Ist diese Welt vollkommen verrückt geworden?

Warum tun diese Menschen das?

Wie geht es weiter?

Ich habe darauf auch keine konkreten Antworten, aber ich bin es leid immer nur Beschuldigungen gegenüber unserer Regierung oder sonst wem zu lesen. Es war nicht richtig so viele fremde Personen ohne vernünftige Kontrollen einreisen zu lassen. Das zeigt sich jetzt. Ja, da muss sich etwas ändern, aber… es war eine Ausnahmesituation und Europa hat sich hilfsbereit gezeigt. Obwohl mir die letzten Ereignisse eine Gänsehaut über den Rücken jagen, können wir stolz darauf sein. Leider gibt es Menschen und Vereinigungen wie den IS, die gerade so etwas ausnutzen. Das ist unheimlich traurig und macht mich wütend aber ändert nichts an dieser Tatsache.

Alleine die Personen, die diese Anschläge verüben, trifft die Schuld. Niemanden sonst. Weder Angela Merkel, noch François Hollande oder sonst wer hatte Absicht andere Menschen zu töten oder verletzen.

Ich weiß, dass Angst ein Grundgefühl ist, dass uns vor bedrohlichen Situationen schützen soll, aber auch das gibt uns kein Recht alle Flüchtlinge zu verurteilen. Mir wird schlecht, wenn ich daran denke, dass es Menschen gibt, die die Lage ausgenutzt haben, um Töten zu können, aber… das trifft ganz gewiss nicht auf alle Flüchtlinge zu. Was bringt es uns die Menschen, die schon bereits aus ihrem Land geflüchtet sind, nun noch weiter zu verurteilen? Es treibt einen weiteren Keil zwischen uns. Zwischen uns alle Und ist es nicht das, was die Terroristen wollen? Uns ängstigen, lähmen und auseinandertreiben?

Ich alleine kann nicht viel gegen all das tun, aber ich wünsche mir, dass wir mit gegenseitigen Beschuldigungen aufhören, denn das hilft einfach niemandem. Weder uns, noch den verstorbenen Menschen. Ich wünsche mir, dass wir uns ernsthaft verbünden und gemeinsam gegen all das vorgehen. Es liegt in unserer Hand. Wir werden nicht jedes Übel verhindern können, aber gemeinsam haben wir bessere Chancen. Das ist mein Wunsch: Für Deutschland, Für Europa und die ganze Welt.

 

 

Jemand weint- „Geht mich das überhaupt etwas an?“

woman-1006100_1920

Wir leben in einer Zeit, in der alles schnell geht: Wir rennen zur U-Bahn, checken im Bus unsere Mails, telefonieren zwischendurch und sind eigentlich rund um die Uhr beschäftigt.

Wir alle sind in unserem eigenen Trott und denken in erster Linie an uns: An unsere Ideen, Probleme oder sogar Träume. Die modernen Medien helfen uns auch dabei uns immer selbst in den verschiedensten Situationen zu präsentieren und uns mit anderen zu vernetzen. Da bleibt für das Hier und Jetzt, oder die Menschen, die uns umgeben, meistens wenig Zeit. Warum soll ich auch mit einem Fremden ein Gespräch anfangen, wenn ich mit meiner besten Freundin chatten kann?

Das alles ist mir vorher gar nicht so klar gewesen. Als ich allerdings letztes Mal, nach einem schnellen Sprint, es gerade noch so in die U-Bahn geschafft hatte, fiel mir eine weinende Frau auf. Sie stand an einer dieser Stangen, hielt sich fest, zitterte und weinte immer weiter. Ich wusste nicht, ob sie mich verstehen würde, weil sie sehr nach einer Touristin/Reisenden aussah. Deswegen habe ich mich dann nicht dazu entschlossen, sie anzusprechen und es ist eine Sache, die mich noch immer ärgert. Ich stand einige Meter von ihr weg, aber hätte etwas zu ihr sagen können.

Die anderen Menschen haben sie genauso ignoriert, aber das macht es nicht besser. Vielen ist die weinende Frau vielleicht gar nicht aufgefallen, weil die meisten Leute viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt waren. Aber mir ist sie aufgefallen und ich habe trotzdem nichts getan, weil ich mit dachte: „Geht mich das überhaupt etwas an?“ 

Ich war verunsichert und habe mich dann dagegen entschieden, aber jetzt bedauere ich es.

Wenn wir einen unglücklichen Menschen sehen, warum fällt es uns so schwer auf ihn zu zugehen und einfach zu fragen: „Geht es dir gut? Kann ich irgendetwas für dich tun?“

Ist es, weil es ‚uncool‘ ist, seine Hilfe anzubieten, oder haben wir Angst aufdringlich zu sein?

Wenn die Person kein Gespräch möchte, kann er oder sie einfach abweisend reagieren. Aber es geht darum, dass wir anbieten dem Anderen zu helfen und nicht signalisieren, dass es uns komplett egal ist. Und warum sollte es uns nichts angehen, wenn wir sogar vor Ort sind?

Ich habe mir vorgenommen, dass ich nicht immer nur mit mir selbst beschäftigt sein will und darauf reagieren möchte, wenn ich bemerke, dass es jemanden schlecht geht, denn in einer Gesellschaft, die sich nur für sich selbst interessiert, möchte ich nicht leben. Deswegen sollte auch ich etwas an meinem Verhalten ändern und den ersten Schritt tun, auch wenn es nur ein kleiner ist.

Kurzes Review zu „Chaostheorie der Liebe“

Chaostheorie-Cover

Da heute mein neuer Roman „Chaostheorie der Liebe“ erscheint, gebe ich euch einen kleinen Einblick in meine Gedanken zu diesem Buch:

Neben der Liebe, die uns immer wieder fasziniert, ist es hier so, dass Gegensätze sich nicht anziehen, sondern im ersten Augenblick abstoßen. So ist weder Gabriel, noch Alina von der ersten Begegnung begeistert: Er belächelt sie und ihren Willen aus allem das Beste zu machen, während sie ihn für einen ‚arroganten Kerl mit Designerjacke‘ hält, der sich nur über alles beschwert. Erst, als auch Gabriel zeigt, dass er eine andere Seite hat und sich die Beiden vielleicht gar nicht so unähnlich sind, funkt es. Und das war mir besonders wichtig. Wenn wir jemanden kennen, oder mögen, müssen wir zumindest ein paar Ähnlichkeiten an ihm entdecken, oder uns verbunden fühlen. Mir würden sicher ein paar Menschen widersprechen, aber ich meine damit nicht einfach Hobbies oder Ähnliches. Ich meine ein gewisses Werteverständnis, das stimmen muss, damit eine Freundschaft, oder Liebe bestand haben kann. Wie Gabriel das allerdings unter Beweis stellt, dass  er nicht so oberflächlich ist, wie er tut, verrate ich noch nicht.

Ein weiterer, wichtiger Punkt ist das Chaos: Obwohl Gabriel und Alina aus so unterschiedlichen Verhältnissen stammen, sind sie beide etwas chaotisch. Gabriel verliert sich allerdings darin bis Alina und seine Erlebnisse ihn zum Nachdenken bewegen. Alina dagegen strebt nach Ordnung, doch zieht trotz alledem das Chaos immer wieder an. Und hier die Frage: Kann die Liebe zwischen zwei Chaoten funktionieren?

Der letzte, wichtige Punkt zu „Chaostheorie der Liebe“ ist für mich ist noch einmal auf das Thema Drogen in dem Buch zu sprechen zu kommen: Gabriel hat am Anfang des Buches einen riskanten Kokainkonsum und mit Sicherheit ein Problem, aber er ist noch nicht abhängig. Es gibt eine gefährliche Grenze zwischen riskantem Konsum und einer Abhängigkeitserkrankung. Ich wollte mit dem Buch Drogensucht garantiert nicht glorifizieren. Er ist an einem Punkt, an dem er sich entscheiden muss: Entweder dafür sein Leben in den Griff zu bekommen, oder alles wegzuwerfen. Denn danach hat er nicht die Chance sich noch einmal zu entscheiden. Anfangs ist er unzufrieden mit seiner Situation, fühlt sich auf gewisse Weise unverstanden und ist vor allem mit sich selbst nicht im Reinen. Und das ist auch häufig das Problem:Drogensucht kommt selten von alleine. Es gibt seine Gründe, weshalb sich Menschen in diese flüchten. Dieses Thema ist vielleicht düster, aber wichtig für unsere heutige Gesellschaft, weswegen es kurz angeschnitten wird. Drogenprobleme haben meiner Meinung nach auch keine typische, gesellschaftliche Schicht, in der sie auftreten. Das Risiko ist für jeden da: Egal ob arm, oder reich.

Es gibt viel Philosophie, Drama und Gefühl in dem Buch, weil auch ich eher ein nachdenklicher Mensch bin. Wenn mein Buch euch gefällt, oder sogar zum Nachdenken angeregt hat, freue ich mich natürlich noch mehr. Vor allen Dingen eure Meinung interessiert mich. Falls euch der Text angesprochen hat, jetzt gibt es die Chance das Buch für 99 Cent dank einer Verlagsaktion bei Amazon oder über Ullstein Forever etc. zu kaufen 😉

Viele Grüße und ein tolles Wochenende euch allen!

 

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

Nach oben ↑