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Was uns gut und schlecht macht: Der menschliche Makel

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Angst

Wenn die Welt auch mal warten kann…

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Arbeit, Einkaufen, Telefonieren, die Mails checken…
Der Alltag kann ätzend sein, zumal oft von uns erwartet wird, sofort auf etwas zu reagieren, oder uns bestenfalls zu teilen. Den Überblick zu behalten fällt schwer und die Nerven sind strapaziert. So ging es mir die letzten Tage, als habe ich mich heute zu einer strengen Zwangspause gezwungen. Das hat auch nicht lange gedauert: Ich habe versucht zumindest für eine halbe Stunde nur das zu tun, was mir gut tut. Und zwar NUR das.

Wenn ich mir sonst etwas gönne, muss ich gestehen, dass mein Blick immer mal wieder zum Handy schweift, oder ich irgendetwas anderes im Kopf durchgehen für die nächsten Tage. Vielleicht geht es vielen von euch da aber auch nicht anders.

Heute Nachmittag gab es aber für einen Augenblick aber nur meinen Chai Latte und mich. Kein Handy, kein Laptop, Nichts. Und es hat mir so gut getan.
Ich habe mich nur auf meinen Chai Latte konzentriert:

Seinen Duft und seinen Geschmack: Zimt, Milch, ein wenig herb, aber einfach köstlich. Gleichzeitig fielen ein paar Sonnenstrahlen durch das Fenster, der Wind streichelte die Äste des Baumes und ein paar Blätter tanzten. Und auch mich hat eine gewisse Ruhe erfasst.

Einen Moment so intensiv wahrzunehmen verschafft Ruhe und hat mir geholfen meine Kräfte zu sammeln. Vielleicht geht es euch ja genauso wie mir und ihr braucht auch einmal eine Pause, in der ihr etwas tut, was ihr genießen könnt und vor allen Dingen in denen ihr nur diese eine Sache tut. Gerade in unserer Zeit, wo wir immer erreichbar sind, müssen wir für ein bisschen Ruhe und Lebensqualität sorgen. Ich wünsche euch also etwas Ruhe und Genuss für die nächsten Tage. 🙂

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Liebe – irrationale Idee?

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Die Liebe ist heutzutage eine schwierige Sache. Vielleicht war sie das auch schon immer, aber momentan habe ich das Gefühl, dass einige von uns sich in einer irrationaler Idee verirren.

Wir haben die Vorstellung von unserem Partner: Er/Sie muss perfekt sein, zu uns passen und uns mit jedem unser kleinen Fehler akzeptieren. Bestenfalls verzeiht er oder sie uns sogar jeden Fehltritt. DENN unsere eigene Ziele und Wünsche sind wichtig. Das muss unser Partner verkraften können. Und da wird schnell vergessen, dass wir den anderen verletzen.

Das ist meiner Meinung nach keine Liebe. Wenn wir jemanden wirklich lieben, nicht einfach nur „verschossen“ sind, sondern unser ganzes Leben mit ihm/ihr verbringen wollen, bedeutet die Person uns etwas. Dann ist sie WICHTIG und man findet gemeinsam Wege seine Ziele und Wünsche zu erfüllen ohne den Anderen zu verletzen.

Wer ehrlich liebt und den richtigen Partner gefunden hat, kann einfach tun und lassen, was er will. Denn dann ist die andere, besondere Person immer im Hinterkopf und hat höchste Priorität. Wir werden den anderen dann nicht gedankenlos verletzen. Vielleicht ist es die Angst vor dem Alleine-sein, die viele von uns dazu bringt, uns eine Sache nicht einzugestehen:

Wenn ich die Person, von der ich meine, dass sie mir etwas bedeutet, immer wieder verletze, ist das keine Liebe und die andere Person ist mir nicht so wichtig, wie ich es wahrhaben möchte. Die Liebe, die ich für sie empfinde ist eine Illusion.

Ich persönlich glaube, dass man mit dieser Art von Illusion nicht glücklich werden kann und dass Ehrlichkeit, auch wenn sie erst einmal schmerzt, die bessere Variante ist. Denn, wer in der Illusion lebt, ist nicht frei. Es liegt an uns, uns auszuprobieren und vielleicht auch Zeit zu lassen, wenn wir noch nicht bereit sind für eine Beziehung. Das ist alles in Ordnung, solange wir ehrlich zu dem anderen und auch zu uns selbst sind. Ehrlichkeit ist besser als unnötig Leid und Schmerz zu verbreiten.

Und den Menschen, die meinen schon den/die Richtige gefunden zu haben, wünsche ich alles Glück der Welt und keine Angst sich auf den anderen einzulassen.

Unser „neues Gegenüber“- die Flüchtlinge

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Momentan arbeite ich in einem Jugendwohnheim für Flüchtlinge. Wie ich meinen Job finde? Schön, aber auch anstrengend. Eigentlich denke ich, dass man das über jeden Beruf sagen kann. Jeder hat seine schönen und auch seine Schattenseiten. Stressig ist es bei uns oft, aber die Arbeit gibt mir persönlich sehr viel und regt mich oft zum Nachdenken an.

Bevor ich diesen Job hatte, war es leicht sich von dem Thema „Flüchtlinge“ zu distanzieren, weil wir sonst nicht oft mit ihnen in Kontakt treten. Vielleicht treffen wir mal einen beim Arzt, oder bei der Apotheke, aber das Ganze ist schnell vergessen. Warum auch nicht? Für den Großteil von uns hat es noch keine Relevanz.

Ich gebe zu, dass das auch bei mir der Fall war. Das Thema erschien mir fern und ich fühlte mich nicht wirklich involviert. Es gab eben nur „die Flüchtlinge“, aber ich hatte nie ein Gesicht oder eine Geschichte dazu. All das hat sich nun mit meiner Arbeit geändert. Es gibt jetzt nicht nur „die Flüchtlinge“. Es gibt nun echte Personen, die einen Namen, eine eigene Persönlichkeit und ihre eigene Geschichte haben.

Ich erkenne, dass sich unsere Kulturen unterscheiden, was zu Konflikten führen kann, aber dass sich viele von ihnen genau wie wir Gedanken über ihre Zukunft machen. Trotzdem wird die Integration nicht von heute auf Morgen gelingen. Das braucht Zeit, Geduld, aber auch viele, kleine Schritte. Gerade das lerne ich nun und wenn ich bemerke, dass schon einige etwas davon beherzigen und auf dem richtigen Weg sind, ist das ein großer Erfolg. Für mich ist das eine sehr wichtige Erfahrung, weil es nicht nur in diesem Bereich, sondern im ganzen Leben so ist, dass nicht alles auf Anhieb funktionieren kann und sich Personen stark unterscheiden. Und gerade deswegen müssen wir immer wieder einen neuen Weg finden mit unserem Gegenüber umzugehen. Das ist überall so, aber vor allen Dingen bei der Arbeit mit Flüchtlingen.

Wenn ihr mehr über meine Arbeit dort erfahren wollt, verfasse ich auch gerne wieder einen Beitrag dazu 🙂

Jemand weint- „Geht mich das überhaupt etwas an?“

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Wir leben in einer Zeit, in der alles schnell geht: Wir rennen zur U-Bahn, checken im Bus unsere Mails, telefonieren zwischendurch und sind eigentlich rund um die Uhr beschäftigt.

Wir alle sind in unserem eigenen Trott und denken in erster Linie an uns: An unsere Ideen, Probleme oder sogar Träume. Die modernen Medien helfen uns auch dabei uns immer selbst in den verschiedensten Situationen zu präsentieren und uns mit anderen zu vernetzen. Da bleibt für das Hier und Jetzt, oder die Menschen, die uns umgeben, meistens wenig Zeit. Warum soll ich auch mit einem Fremden ein Gespräch anfangen, wenn ich mit meiner besten Freundin chatten kann?

Das alles ist mir vorher gar nicht so klar gewesen. Als ich allerdings letztes Mal, nach einem schnellen Sprint, es gerade noch so in die U-Bahn geschafft hatte, fiel mir eine weinende Frau auf. Sie stand an einer dieser Stangen, hielt sich fest, zitterte und weinte immer weiter. Ich wusste nicht, ob sie mich verstehen würde, weil sie sehr nach einer Touristin/Reisenden aussah. Deswegen habe ich mich dann nicht dazu entschlossen, sie anzusprechen und es ist eine Sache, die mich noch immer ärgert. Ich stand einige Meter von ihr weg, aber hätte etwas zu ihr sagen können.

Die anderen Menschen haben sie genauso ignoriert, aber das macht es nicht besser. Vielen ist die weinende Frau vielleicht gar nicht aufgefallen, weil die meisten Leute viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt waren. Aber mir ist sie aufgefallen und ich habe trotzdem nichts getan, weil ich mit dachte: „Geht mich das überhaupt etwas an?“ 

Ich war verunsichert und habe mich dann dagegen entschieden, aber jetzt bedauere ich es.

Wenn wir einen unglücklichen Menschen sehen, warum fällt es uns so schwer auf ihn zu zugehen und einfach zu fragen: „Geht es dir gut? Kann ich irgendetwas für dich tun?“

Ist es, weil es ‚uncool‘ ist, seine Hilfe anzubieten, oder haben wir Angst aufdringlich zu sein?

Wenn die Person kein Gespräch möchte, kann er oder sie einfach abweisend reagieren. Aber es geht darum, dass wir anbieten dem Anderen zu helfen und nicht signalisieren, dass es uns komplett egal ist. Und warum sollte es uns nichts angehen, wenn wir sogar vor Ort sind?

Ich habe mir vorgenommen, dass ich nicht immer nur mit mir selbst beschäftigt sein will und darauf reagieren möchte, wenn ich bemerke, dass es jemanden schlecht geht, denn in einer Gesellschaft, die sich nur für sich selbst interessiert, möchte ich nicht leben. Deswegen sollte auch ich etwas an meinem Verhalten ändern und den ersten Schritt tun, auch wenn es nur ein kleiner ist.

Was wir von Verstoßenen sehen…

 

Ich hatte heute einen sehr interessanten Gedanken.

Wir alle kennen es, wenn wir von Obdachlosen angesprochen werden. Es ist uns meistens unangenehm und ich gebe selbst zu, dass ich Obdachlosen auch selten Geld gebe. Es ist eben immer eine Sache, die einem erst einmal komisch erscheint oder vielleicht sogar peinlich ist.

Genauso unangenehm wäre uns auch der Kontakt mit Drogensüchtigen, oder Prostituierten, aber wir heute kam mir eben der Gedanke:

Wir sehen doch eigentlich immer nur, was diese von der Gesellschaft verstoßenen Menschen jetzt sind. Alles andere bleibt verborgen.

All das, was vorher war, können wir nicht sehen und deswegen versuche ich zu vermeiden mir ein Urteil über diese Menschen zu erlauben. Ganz abgesehen davon müssen wir daran denken, dass jeder von ihnen einmal ein unschuldiges Kindergartenkind gewesen ist. Ein Kind, das spielte und seine Träume hatte. Und ich bin mir sicher, dass es damals nicht von so einer Zukunft geträumt hat…

Aufruf zum Entschleunigen

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Jeder, der sich momentan ständig müde fühlt und seine Aufgaben nur noch halbherzig ausführt, sollte dringend entschleunigen.

Schon ständige Müdigkeit, Gereizheit und auch Ängste im Alltag können Zeichen für ein chronisches Erschöpfungssyndrom umgangsprachlich auch ‚Burnout’sein und das Ignorieren dieser Warnzeichen macht die Sache garantiert nicht besser. Im Gegenteil, umso länger gewartet wird, umso anstrengender und schwieriger wird es den Alltag zu bewältigen. Es kommt zwar nicht immer gleich zu Burnout oder ähnlichen Problemen. Oft versuchen Menschen ihre Ziele mit all ihren Käften zu erreichen: Vielleicht gelingt es ihnen sogar noch. Doch die Übergänge von konstantem Stress, etwas Genervtheit, Müdigkeit zu ernsthaften Problemen sind oft schleichend.

Wir sollten also darauf achten, dass wir uns in dieser immer schneller werdenden Welt doch noch genug Zeit für uns nehmen. Und auch, wenn die Arbeit und anderes uns noch so wichtig erscheint, sollten wir uns Zeit für die Warnsignale unseres Körpers nehmen und auch bereit sein Hilfe von außen zu holen, wenn wir das Gefühl haben, dass doch etwas nicht stimmt.

#Herzenstage: Was du aus mir machst

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Du fandst mich und zogst mich aus den Flammen

Aneinander bindet uns Schicksal und Zeit

Durch dich vergesse ich all das Leid

Zerstörung und Schmerz brachten uns zusammen

Ich vergesse langsam, wer ich einmal war

Und wachse weiter über mich hinaus

Denn mit dir erscheint mein Weg nun klar

All die Gefahren hält unsere Liebe aus

Sollte ich zweifeln, bist du derjenige, der mich hält

Auch wenn die restliche Welt ineinander fällt

Gedanke des Tages: Das geringere Übel

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Mein Gedanke des Tages: Um ein großes Übel, oder eine wirkliche Krise zu vermeiden, muss manchmal das kleine, geringere Übel durchgestanden werden.

Klingt total simpel, ist es im Grunde genommen auch, aber dieser Satz hat sogar eine noch größere Bedeutung: Krisen entstehen meistens nicht von heute auf Morgen. Sie sind oft durch eine Aneinanderreihung von mehreren Unglücken, mit denen man nicht mehr umgehen kann und aus denen manchmal ein noch größeres und schwieriges an Problemen entstehen kann.

Es ist klar, dass man nicht immer weiß, wie man am besten mit einer schwierigen Situation umgehen soll, aber das beste ist nicht vor ihr davonzulaufen und sich ihr zu stellen. So findet sich eine Lösung und wir können das eine Problem lösen, bevor noch ein Neues entsteht.

In diesem Sinne wünsche ich allen, die gerade eine schwierige Zeit durchmachen Kraft durchzuhalten und eine für euch annehmbare Lösung zu finden.

Haltet durch!

Generation Beziehungsfähig – Probleme, wo keine sind

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Seit einiger Zeit ist dieser Michael Nast mit seinen ganzen Artikeln über Beziehungsprobleme und darüber wie gefühllos und egoistisch diese Generation doch ist, der letzte Schrei.

Für mich ehrlich gesagt absolut unverständlich, denn irgendwie sagen seine Texte fast alle dasselbe aus: Wir alle sind egoistisch und streben im Grunde genommen nur nach Selbstverwirklichung. Das auch in einer Beziehung. Früher war das vielleicht nicht so, weil die Menschen gar nicht die Möglichkeit hatten: Aber jetzt mal Hand aufs Herz. Ist das wirklich so schlimm?

Ich bin der Meinung, dass wir uns erst einmal selbst finden müssen, oder zumindest erst einmal soweit einen Plan haben müssen, dass wir uns auf einen anderen einlassen können. Vorher ist es normal, dass das so nicht wirklich etwas gibt. Abgesehen davon, finde ich nichts Verwerfliches daran von dem eigenen Partner zu erwarten, dass er uns unterstützt. Sofern man bereit ist dasselbe auch für ihn/sie zu tun.

Ich gebe Michael Nast darin recht, dass es Zeit braucht, um sich auf jemanden wirklich einzulassen und dass wir uns in einer Beziehung Problemen stellen müssen, aber deswegen muss man nicht gleich eine ganze Generation als ‚Beziehungsunfähig‘ betiteln. Das ist ehrlich gesagt einfach nur provokativ und ‚dezent‘ verallgemeinert ausgedrückt.

Und so schrecklich egoistisch sind wir vielleicht gar nicht. Wir haben im Gegensatz zu den vorherigen Generationen eher die Chance uns selbst zu entfalten. Das heißt aber nicht, dass wir deswegen nicht nach Liebe streben: Wir müssen es dabei nur schaffen die Waage zwischen Selbstverwirklichung, unseren Zielen und eben einer fairen Beziehung aufrechtzuerhalten. Das ist eine Herausforderung, aber gleichzeitig eine Chance. Wenn die Menschen früher nicht durch Rollenkonzepte, Tradition etc. gehindert gewesen wären, sich selbst zu finden, hätten Sie es dann nicht auch getan?

Es ist eine Herausforderung, aber warum soll uns das nicht gelingen? Es tut mir leid, aber den negativen Blick auf unsere Generation kann ich  und möchte ich auch nicht teilen. Alleine der Titel „Generation Beziehungsunfähig“ ist schrecklich destruktiv. Es gibt vielleicht neue Herausforderungen zu bewältigen, aber die Sicht von Nast schafft meiner Meinung nach mehr Probleme als eigentlich existieren.

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