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Was uns gut und schlecht macht: Der menschliche Makel

Monat

Juli 2016

Mein Wunsch für Deutschland, Europa und die ganze Welt

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Ich wollte mich zu den ganzen, schrecklichen Ereignissen eigentlich nicht äußern. Politik ist nicht meine Stärke. Ganz abgesehen davon passen meine Worte und Gedanken nicht in einen Tweet, der 140 Zeichen lang sein darf. Sie passen auch nicht in einen Facebookpost, weil dazu tausende Fragen in meinem Kopf herumschwirren und das würde dann sowieso niemand lesen.

Trotzdem will ich zu den schrecklichen Ereignissen in der letzten Woche nicht schweigen und zumindest auf meinem Blog etwas darüber schreiben. Viele haben sich getraut ihre Meinung zu äußern, warum sollte ich es dann nicht tun?

Ich verliere den Überblick über alles: Das Attentat in Paris, der Axtangriff in Würzburg, der Nizza-Anschlag, der Amoklauf in München, der Anschlag in Ansbach und heute eine Geiselnahme in der Normandie… Und in Zukunft wird diese Liste länger werden…

All das macht Angst und wirft in uns allen Fragen auf.

Ist diese Welt vollkommen verrückt geworden?

Warum tun diese Menschen das?

Wie geht es weiter?

Ich habe darauf auch keine konkreten Antworten, aber ich bin es leid immer nur Beschuldigungen gegenüber unserer Regierung oder sonst wem zu lesen. Es war nicht richtig so viele fremde Personen ohne vernünftige Kontrollen einreisen zu lassen. Das zeigt sich jetzt. Ja, da muss sich etwas ändern, aber… es war eine Ausnahmesituation und Europa hat sich hilfsbereit gezeigt. Obwohl mir die letzten Ereignisse eine Gänsehaut über den Rücken jagen, können wir stolz darauf sein. Leider gibt es Menschen und Vereinigungen wie den IS, die gerade so etwas ausnutzen. Das ist unheimlich traurig und macht mich wütend aber ändert nichts an dieser Tatsache.

Alleine die Personen, die diese Anschläge verüben, trifft die Schuld. Niemanden sonst. Weder Angela Merkel, noch François Hollande oder sonst wer hatte Absicht andere Menschen zu töten oder verletzen.

Ich weiß, dass Angst ein Grundgefühl ist, dass uns vor bedrohlichen Situationen schützen soll, aber auch das gibt uns kein Recht alle Flüchtlinge zu verurteilen. Mir wird schlecht, wenn ich daran denke, dass es Menschen gibt, die die Lage ausgenutzt haben, um Töten zu können, aber… das trifft ganz gewiss nicht auf alle Flüchtlinge zu. Was bringt es uns die Menschen, die schon bereits aus ihrem Land geflüchtet sind, nun noch weiter zu verurteilen? Es treibt einen weiteren Keil zwischen uns. Zwischen uns alle Und ist es nicht das, was die Terroristen wollen? Uns ängstigen, lähmen und auseinandertreiben?

Ich alleine kann nicht viel gegen all das tun, aber ich wünsche mir, dass wir mit gegenseitigen Beschuldigungen aufhören, denn das hilft einfach niemandem. Weder uns, noch den verstorbenen Menschen. Ich wünsche mir, dass wir uns ernsthaft verbünden und gemeinsam gegen all das vorgehen. Es liegt in unserer Hand. Wir werden nicht jedes Übel verhindern können, aber gemeinsam haben wir bessere Chancen. Das ist mein Wunsch: Für Deutschland, Für Europa und die ganze Welt.

 

 

Gastbeitrag für den Ullstein-Blog! <3

Ich durfte einen Gastbeitrag für den offiziellen Blog von Ullstein schreiben!!! Bin also ein bisschen stolz. Wer mal in „ein grüner Fleck in Köln“ reinlesen will, schaut Hier 🙂

Ein Bericht im Aggertaler über mich! :)

Eine Kollegin meiner Mutter hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es einen Artikel über mich im Aggertaler gibt! Das hat mich total gefreut und weil ich den Artikel sehr schön finde, will ich ihn mit euch teilen. ❤

Den Aggertaler gibt es als Printausgabe und Online. Wer sich die ganze Zeitschrift mal anschauen will, klickt auf den Link:

http://www.der-medienverlag.de/archiv/archiv_16.html

Caros zweites buch aggertal

Jemand weint- „Geht mich das überhaupt etwas an?“

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Wir leben in einer Zeit, in der alles schnell geht: Wir rennen zur U-Bahn, checken im Bus unsere Mails, telefonieren zwischendurch und sind eigentlich rund um die Uhr beschäftigt.

Wir alle sind in unserem eigenen Trott und denken in erster Linie an uns: An unsere Ideen, Probleme oder sogar Träume. Die modernen Medien helfen uns auch dabei uns immer selbst in den verschiedensten Situationen zu präsentieren und uns mit anderen zu vernetzen. Da bleibt für das Hier und Jetzt, oder die Menschen, die uns umgeben, meistens wenig Zeit. Warum soll ich auch mit einem Fremden ein Gespräch anfangen, wenn ich mit meiner besten Freundin chatten kann?

Das alles ist mir vorher gar nicht so klar gewesen. Als ich allerdings letztes Mal, nach einem schnellen Sprint, es gerade noch so in die U-Bahn geschafft hatte, fiel mir eine weinende Frau auf. Sie stand an einer dieser Stangen, hielt sich fest, zitterte und weinte immer weiter. Ich wusste nicht, ob sie mich verstehen würde, weil sie sehr nach einer Touristin/Reisenden aussah. Deswegen habe ich mich dann nicht dazu entschlossen, sie anzusprechen und es ist eine Sache, die mich noch immer ärgert. Ich stand einige Meter von ihr weg, aber hätte etwas zu ihr sagen können.

Die anderen Menschen haben sie genauso ignoriert, aber das macht es nicht besser. Vielen ist die weinende Frau vielleicht gar nicht aufgefallen, weil die meisten Leute viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt waren. Aber mir ist sie aufgefallen und ich habe trotzdem nichts getan, weil ich mit dachte: „Geht mich das überhaupt etwas an?“ 

Ich war verunsichert und habe mich dann dagegen entschieden, aber jetzt bedauere ich es.

Wenn wir einen unglücklichen Menschen sehen, warum fällt es uns so schwer auf ihn zu zugehen und einfach zu fragen: „Geht es dir gut? Kann ich irgendetwas für dich tun?“

Ist es, weil es ‚uncool‘ ist, seine Hilfe anzubieten, oder haben wir Angst aufdringlich zu sein?

Wenn die Person kein Gespräch möchte, kann er oder sie einfach abweisend reagieren. Aber es geht darum, dass wir anbieten dem Anderen zu helfen und nicht signalisieren, dass es uns komplett egal ist. Und warum sollte es uns nichts angehen, wenn wir sogar vor Ort sind?

Ich habe mir vorgenommen, dass ich nicht immer nur mit mir selbst beschäftigt sein will und darauf reagieren möchte, wenn ich bemerke, dass es jemanden schlecht geht, denn in einer Gesellschaft, die sich nur für sich selbst interessiert, möchte ich nicht leben. Deswegen sollte auch ich etwas an meinem Verhalten ändern und den ersten Schritt tun, auch wenn es nur ein kleiner ist.

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