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Was uns gut und schlecht macht: Der menschliche Makel

Monat

Januar 2016

Ab jetzt gibt’s mich auch auf Twitter

Nach dem mir Ullstein-Forever geraten hat, mir auch Twitter anzulegen, könnt ihr mich nun auch gerne dort besuchen!

Ich freue mich auf euch 🙂

Gedanke des Tages: Das geringere Übel

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Mein Gedanke des Tages: Um ein großes Übel, oder eine wirkliche Krise zu vermeiden, muss manchmal das kleine, geringere Übel durchgestanden werden.

Klingt total simpel, ist es im Grunde genommen auch, aber dieser Satz hat sogar eine noch größere Bedeutung: Krisen entstehen meistens nicht von heute auf Morgen. Sie sind oft durch eine Aneinanderreihung von mehreren Unglücken, mit denen man nicht mehr umgehen kann und aus denen manchmal ein noch größeres und schwieriges an Problemen entstehen kann.

Es ist klar, dass man nicht immer weiß, wie man am besten mit einer schwierigen Situation umgehen soll, aber das beste ist nicht vor ihr davonzulaufen und sich ihr zu stellen. So findet sich eine Lösung und wir können das eine Problem lösen, bevor noch ein Neues entsteht.

In diesem Sinne wünsche ich allen, die gerade eine schwierige Zeit durchmachen Kraft durchzuhalten und eine für euch annehmbare Lösung zu finden.

Haltet durch!

Ganztagsschule: Mathelehrer = Erziehungsberichtiger

 

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Als Schüler verbringt man den Großteil des Tages in der Schule, was durch die Einführung der Ganztagsschule natürlich nicht gerade weniger geworden ist.

Prinzipiell wäre die Idee der Ganztagsschule nicht ganz falsch, aber damit die Vorteile einer Ganztagsschule genutzt werden können, muss die Schule erst einmal bereit sein die Verantwortung für die Schüler zu übernehmen, was meiner Meinung nach nicht funktionieren kann:

Angeblich entlastet die Ganztagsschule die Eltern, indem die Kinder in der Schule betreut werden. Eine Frage an dieser Stelle: Wie sollen ein paar Lehrer hunderte von Schülern über den Tag betreuen und sich fair um sie kümmern? Selbst Eltern sind manchmal überfordert von ihrem eigenen Kind. Von einem Kind. Wie soll ein Lehrer dann über eine so große Zeitspanne auf eine große Gruppe Schüler Acht geben ?

Eltern sind noch immer erziehungsberechtigt und sollten meiner Meinung nach demnach auch Einfluss auf ihre Kinder ausüben können. Sie haben ja auch eine ganz andere Bindung zu ihrem Kind, als beispielsweise der Mathelehrer. Und ich hätte ehrlich gesagt mit meinem Mathelehrer nicht über meine privaten Probleme in der Schule geredet. Natürlich gibt es auch in einigen Familien ernst zunehmende  Probleme, aber deswegen kann man nicht allen Eltern das Recht nehmen, Einfluss auf ihre Kinder zu nehmen. Besser wäre es die Kinder, die Probleme mit ihren Eltern haben, gesondert zu unterstützen, als generell die Erziehungsmöglichkeiten für alle Eltern einzuschränken.

Eine andere Sache ist, dass oft trotz der Ganztagsschule Hausaufgaben aufgegeben werden, was meiner Meinung nach zur Überforderung führt. Dazu kommt, dass es immer wieder Kinder gibt, die eine Extraförderung brauchen durch Nachhilfeunterricht, die eine Schule nicht leisten kann, was auch vollkommen in Ordnung ist. Wenn das Kind aber fast den ganzen Tag in der Schule verbringt, wird die Unterbringung eines Nachhilfeunterrichtes natürlich sehr viel schwieriger und für das Kind wird es schwer mithalten zu können.

Auch die individuelle Entfaltung kann dann nur noch im Rahmen der Schule erfolgen, was eine Horizont-Erweiterung und die eigenen Interessen vollkommen einschränkt.

Was die individuelle Entfaltung angeht, möchte ich hier auch noch einmal auf das Thema Mobbing eingehen. Wenn wir die Kinder schon den Großteil ihrer Zeit in der Schule verbringen lassen, dann sollten sie sich dabei wenigstens wohlfühlen. Die Lehrer müssen dann Hinschauen und sich nicht NUR mit dem reinen Problem der Wissensvermittlung auseinandersetzen, sondern auch mit den sozialen Problemen, die es zwischen den Kindern gibt. Und hier ist die wieder die Frage, ob Lehrer das befähigen können. Wenn ein Schüler, der von anderen gehänselt wird, seinen Großteil in der Schule verbringt, hat er so keinen Rückzugsort und das ist meiner Meinung nach schlicht und ergreifend falsch.

Mir fällt an dieser Stelle schwer zu glauben, dass es Lehrern gelingen kann sehr viele Schüler gleichzeitig so zu betreuen, dass niemand zu kurz kommt und die Probleme zwischen den Schülern zufriedenstellend gelöst werden. Das ist kein Vorwurf an die Lehrer, ich glaube nur einfach, dass es unmöglich ist.

Solange Lehrer keine Superhelden sind und nicht für alle Schüler gleichzeitig die Probleme, die sich alleine schon für Eltern an einem einzigen Tag ergeben, lösen können, spreche ICH meine vollkommene Abneigung gegen die Ganztagsschule aus.

Mein Gedanke des Tages:

Man kann mit fast jedem Menschen reden, wenn man sich auf ihn einlässt und herausfindet, wie man ihn erreichen kann

Generation Beziehungsfähig – Probleme, wo keine sind

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Seit einiger Zeit ist dieser Michael Nast mit seinen ganzen Artikeln über Beziehungsprobleme und darüber wie gefühllos und egoistisch diese Generation doch ist, der letzte Schrei.

Für mich ehrlich gesagt absolut unverständlich, denn irgendwie sagen seine Texte fast alle dasselbe aus: Wir alle sind egoistisch und streben im Grunde genommen nur nach Selbstverwirklichung. Das auch in einer Beziehung. Früher war das vielleicht nicht so, weil die Menschen gar nicht die Möglichkeit hatten: Aber jetzt mal Hand aufs Herz. Ist das wirklich so schlimm?

Ich bin der Meinung, dass wir uns erst einmal selbst finden müssen, oder zumindest erst einmal soweit einen Plan haben müssen, dass wir uns auf einen anderen einlassen können. Vorher ist es normal, dass das so nicht wirklich etwas gibt. Abgesehen davon, finde ich nichts Verwerfliches daran von dem eigenen Partner zu erwarten, dass er uns unterstützt. Sofern man bereit ist dasselbe auch für ihn/sie zu tun.

Ich gebe Michael Nast darin recht, dass es Zeit braucht, um sich auf jemanden wirklich einzulassen und dass wir uns in einer Beziehung Problemen stellen müssen, aber deswegen muss man nicht gleich eine ganze Generation als ‚Beziehungsunfähig‘ betiteln. Das ist ehrlich gesagt einfach nur provokativ und ‚dezent‘ verallgemeinert ausgedrückt.

Und so schrecklich egoistisch sind wir vielleicht gar nicht. Wir haben im Gegensatz zu den vorherigen Generationen eher die Chance uns selbst zu entfalten. Das heißt aber nicht, dass wir deswegen nicht nach Liebe streben: Wir müssen es dabei nur schaffen die Waage zwischen Selbstverwirklichung, unseren Zielen und eben einer fairen Beziehung aufrechtzuerhalten. Das ist eine Herausforderung, aber gleichzeitig eine Chance. Wenn die Menschen früher nicht durch Rollenkonzepte, Tradition etc. gehindert gewesen wären, sich selbst zu finden, hätten Sie es dann nicht auch getan?

Es ist eine Herausforderung, aber warum soll uns das nicht gelingen? Es tut mir leid, aber den negativen Blick auf unsere Generation kann ich  und möchte ich auch nicht teilen. Alleine der Titel „Generation Beziehungsunfähig“ ist schrecklich destruktiv. Es gibt vielleicht neue Herausforderungen zu bewältigen, aber die Sicht von Nast schafft meiner Meinung nach mehr Probleme als eigentlich existieren.

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