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Es ist für viele Menschen unverständlich sich den Tod zu wünschen, so viel ist klar.

Aber es gibt Situationen im Leben, bei denen ich verstehen kann, dass Menschen erst einmal keine Ausweg mehr erkennen können und sich das Leben nehmen wollen.

Aber nichtsdestotrotz, bezweifle ich, dass es bei so einer Todessehnsucht wirklich um das Sterben an sich geht: Sterben kann schließlich sehr schmerzhaft sein und ist nicht gerade angenehm.

Wenn wir den Tod beschreiben, fallen mir erst einmal folgende Worte ein:

Ende, Stille und vielleicht auch Erlösung 

Das sind allgemein gesehen, erst einmal Dinge, nach denen wir uns im Leben öfters sehnen:

  • -Wir wünschen uns, danach, dass eine eine unangenehme Situation endlich vorbei geht
  • -Wir wünschen uns an manchem Tag, dass wir einfach Ruhe finden können.
  • -Und manchmal wünschen wir uns auch, dass wir von einem Problem, oder dem derzeitigen Schmerz erlöst werden.

Vielleicht sehnen sich Menschen mit Suizidgedanken also gar nicht nach dem Tod, sondern mehr danach Frieden mit sich selbst in dem ganzen Lärm der Welt zu finden, oder endlich von einer Situation befreit zu sein.

So gesehen sind es vielleicht sogar sehr vitale Wünsche, die hinter dieser Todessehnsucht stecken und eigentlich ist es fast nie unmöglich diese Dinge im Leben zu erreichen.

Menschen, die sich nach dem Tod sehnen, sind nicht unbedingt schwach. Sie wissen wahrscheinlich einfach nur nicht, wie sie diese Wünsche im echten Leben verwirklichen können. Sie erscheinen ihnen unerreichbar. Sie haben oft so viele Enttäuschungen in ihrem Leben durchmachen müssen, dass sie daraus lernen, dass es gar nicht besser werden kann. Diesen Effekt nennen Psychologen ‚erlernte Hiflosigkeit‘. Resignieren Menschen also vollkommen und haben keine Kraft mehr nach einem Ausweg zu suchen, entwickeln sie nicht selten Suizidgedanken.

Bei dem Wunsch, oder den Gedanken daran zu sterben, geht es also nicht, um Schwäche oder den Tod. Es geht darum, dass sich die Betroffenen nicht mehr als handlungsfähig erleben können, weil sie ihrer eigenen Situation nicht mehr entkommen und meistens bleiben sie gefangen. Sie benötigen Hilfe und das ist kein Grund sie zu verurteilen, sondern in Ordnung.

-Makel der Menschheit

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